Mittwoch, 14. Dezember 2011

Gartenhaus Aufbauanleitung

Der Gartenhaus Aufbau

Generell kann man keine allgemeingültige Aufbauanleitung für ein Gartenhaus geben. Mehrere Hersteller mit eigenen unterschiedlichen Steck-/ Schraub-, Elementbau- oder Blockbohlen-Systemen sorgen dafür, dass man die jeweilige Aufbauanleitung für ein Gartenhaus bereithalten sollte.
Bitte lesen Sie unbedingt die Herstellerangaben. Der folgende Text dient hauptsächlich der besseren Verständigung der einzelnen Arbeitsschritte für Ihr Gartenhaus.
Dennoch, da, je nach Lust und Laune des Herstellers, die Aufbauanleitung teilweise schlecht übersetzt, unvollständig oder sogar gar nicht existiert, sollte für den Gartenhaus Aufbau mindestens eine Grundkonzeption vorhanden sein. Diese soll hier beschrieben werden.
Bitte beachten sie aber immer die vorhanden Herstellerangaben beim Aufbau Ihres Gartenhauses, da das Grundprinzip in den meisten Fällen gleich ist, aber spezielle Eigenschaften in der Aufbauweise der jeweiligen Gartenhäuser vorhanden sein können.

Voraussetzung ist, dass Sie sich beim zuständigen Bauamt erkundigt haben, ob Sie eine Baugenehmigung für Ihr Gartenhaus benötigen und Sie diese gegebenenfalls beantragt haben. Ein Gartenhaus, in der Regel ab einer Größe 15 Quadratmetern, muss genehmigt werden.
Weiterhin ist von besonderer Bedeutung die Frage, welche Werkzeuge Sie für den Gartenhaus Aufbau benötigen. Die Hersteller gehen meist davon aus, dass Sie folgende zu Hause parat haben:

Säge, Hammer, Zollstock, Wasserwaage, Richtschnur, Schraubzwinge, Bohr- und Elektroschrauber, Universalmesser, Stecheisen, Hobel und natürlich einen Bleistift.

Bitte überprüfen Sie unbedingt vor dem Gartenhaus Aufbau die einzelnen Gartenhausteile auf deren Vollständigkeit. Ansonsten kann es passieren, dass Sie mitten beim Aufbau oder eventuell fast am Ende der Montur sind und Ihnen fehlen Teile. Dann wäre die ganze Mühe umsonst.
Zuerst soll die Vorbereitung des Untergrundes für Ihr Gartenhaus genau beschrieben werden, da erfahrungsgemäß dies bei den Aufbauanleitungen der Hersteller generell „zu kurz“ kommt:
Sie markieren mit Pflöcken und Schnüren die Maße der Bodenplatte und heben den Boden 20 cm (10 cm Schotter oder besser noch Mineralbeton, 10 cm Beton) tief aus. Bitte beachten Sie, dass die Grube zu jeder Seite ca. 15 cm über die Gartenhaus Grundfläche hinausragt. Entfernen Sie die Wurzeln, bringen Sie den Boden mit einem Brett auf das gleiche Niveau und verdichten Sie die Erde mit einer Walze. 25 mm dicke Schalbretter werden zur Einschalung benötigt, deren Breite der Dicke des Fundaments entspricht. Die Bretter werden dann mit Kantholzpflöcken (50 x 50 mm) am Boden gehalten. Der Beton wird 10 cm dick eingefüllt. Halten sie die Schalung und den Untergrund feucht. Eine Kies-Sand-Mischung wird als kapillarbrechende Schicht (Gesteinslage aus nicht bündiger Gesteinskörnung unterhalb der Gründungssohle) 10 cm dick verdichtet. Mit einem Richtscheit oder geradem Holzbrett wird über die Schalung abgezogen.. In die Fundamente für Ihr Gartenhaus werden Betonanker (H-Anker) einbetoniert, an diesen wird das Gartenhaus befestigt werden. Wenn Ihr Gartenhaus einen Holzboden bekommen soll, schwebt es an den Ankern befestigt in der Luft, direkter Bodenkontakt soll vermieden werden. Decken sie die Betonfläche für ca. 7 Tage mit einer Folie ab und halten sie diese feucht. Das Fundament sollte mit einer Dichtschlämme aufgetragen werden, um die geplante Holzkonstruktion vor Feuchtigkeit zu schützen. Zunächst müssen die Fundamente ausgeschachtet werden, deren Abmessungen sollten 50 x 50 cm betragen und 80 cm tief sein, um in den frostfreien Bereich zu kommen. Das Punktfundament wird mit Beton verfüllt und danach durch Stampfen verdichtet. Anschließend werden H-Anker eingesetzt und lot- und fluchtgerecht ausgerichtet. Drei Tage aushärten lassen! Nun können Sie endlich, aber gut gerüstet und vorbereitet Ihr Gartenhaus aufbauen.

Die folgende Aufbauanleitung für ein Gartenhaus ist sehr grundsätzlich gehalten, da, wie schon erwähnt, jeder Hersteller Unterschiede in seinen jeweiligen Systemen besitzt.

Sortieren Sie das Material und legen Sie es an den vier Seiten des Gartenhauses entsprechend der Reihenfolge, wie im Aufbauplan beschrieben. Bitte achten Sie darauf, die Holzelemente nie direkt auf die Rasenfläche oder in den Schmutz zu legen, da sich diese später nur sehr schwer, wenn überhaupt säubern lassen.
Die Hölzer werden mit der schmaleren Seite auf den Untergrund gelegt. Anschließend vernageln sie die Lagerhölzer miteinander.
Meist sind Zeichnungen wie „Vorderwand“, „Rückwand“, „Seitenwände“ vorhanden, die Ihnen den Aufbau der Gartenhaus Wände zeigen. Setzen Sie die Bohlen für das Gartenhaus an den äußeren Rand der Hölzer, damit Sie die Fußbodenbretter auf die Lagerhölzern festnageln. Nun beginnen Sie mit zwei halben Bohlen. Eine kommt an die Rückseite und die zweite auf die Vorderseite des Hauses. Danach werden die Seitenbohlen aufgesetzt, in dem Sie die Bohlen aufeinander klopfen. Am besten benutzen Sie dafür ein Klopfholz, um eventuelle Beschädigungen der Bohlen zu vermeiden. Vernageln Sie sicherheitshalber die halben Bohlen mit jeweils zwei Nägeln mit dem Gartenhaus Fundament. Dies gewährleistet noch größere Stabilität.
Legen Sie vor dem Vernageln probeweise im Innenbereich rechts und links ein
Bodenbrett auf das Fundament. So sind Sie auch sicher, dass das Fundament im rechten Winkel liegt und der Fußboden am Ende ohne Schwierigkeiten eingebaut werden kann.
Der Punkt „Einbau von Tür und Fenster“ muss hier leider entfallen, da jeder Herstellet andere Vorgaben angibt. Bei einigen müssen die Türen und Fenster beim Einbau der Seitenwände mit integriert werden, bei anderen soll dies erst am Ende des Gartenhaus Aufbaus passieren.
Generell ist zu sagen, dass Sie am Ende des Gartenhaus Aufbaues die Türen und Fenster fixieren bzw. nochmals nachjustieren sollten.
Wenn sie Ihr Gartenhaus „hochgezogen“ haben, beginnt die Arbeit des Daches. Falls dies nicht vollständig geliefert wurde, beginnen Sie an der Vorderseite des Hauses mit dem Anbringen der Giebelblenden, indem Sie die Giebelblenden auf Höhe des ersten Dachbrettes
festnageln. Danach montieren Sie nun die Dachbretter. Sie klopfen die Bretter zusammen und vernageln Sie diese jeweils oben und unten. Die Dachbretter sollten nicht zu dicht aneinander stoßen, damit das Holz noch „atmen“ kann (ungefähr 1-2 mm Abstand
zwischen den einzelnen Brettern lassen).
Schneiden Sie für die Eindeckung die Bahnen entsprechend der Dachlänge
von der Dachpappe ab. Die Dachpappe wird von den meisten Herstellern mitgeliefert. Befestigen Sie diese mit Dachpappenstiften und beginnen Sie mit der Befestigung der Bitumenbahnen an der unteren Seite des Gartenhaus Daches, indem Sie die Bahnen längs von der Hinter- und Vorderwand verlegen. Lassen Sie dabei die erste Bahn ca. 10 cm seitlich  überstehen, damit Sie diese später auf den Traufleisten (profilerte Metallleisten) festzunageln.
Die nächsten Lagen müssen bei Anbringung mehrere Zentimeter über die vorherige Lage überlappen.
Bei einigen Herstellern sollte der Fußboden schon anfangs gelegt sein, bei anderen erst am Ende. Falls sie die Fußbodenbretter erst am Ende verlegen sollen (schon wie oben beschrieben), legen Sie diese jetzt auf die Lagerhölzer und befestigen Sie die Bretter mit Nägeln auf den Lagerhölzern.
Beachten Sie auch an dieser Stelle, dass Holz ein wenig Spielraum zum Arbeiten benötigt.
Falls Sie Ihr Gartenhaus noch nicht angestrichen ist, sollten sie dies möglichst bald nach dem Aufbau tun. Empfehlend ist zunächst einen Voranstrich mit Imprägniergrund und danach einen Anstrich mit einer Holzschutzlasur.
Sie sehen, es steckt schon einige Arbeit in Ihrem neuen Gartenhaus. Aber es lohnt sich, Zeit dafür zu investieren.
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