Freitag, 16. Dezember 2011

Saunasteine

Steine für die Sauna
Die beste Sauna nützt nichts ohne die richtigen Saunasteine.
Oder würde es Ihnen Spaß machen, wenn sich die Steine in Ihrer Sauna sich nicht richtig aufheizen? Oder wenn diese sogar mit der Zeit zerspringen und die Gefahr besteht, sich Verletzungen wie Schnittwunden, z.B. an Ihren Füßen, zu holen?

Was machen aber nun gute Saunasteine aus? Welche halten dem hohen Druck mehrerer Aufgüsse stand?

Der folgende Artikel für den Blog soll Ihnen diese Thematik etwas näher bringen, ohne zu sehr mit chemischen Begrifflichkeiten zu verwirren.

Steine für die Sauna stehen bei dem Gebrauch unter sehr großer Beanspruchung. Aufgaben wie schnelles Aufheizen, Wärme abgeben, aber auch wieder das Abkühlen, wenn das Saunieren beendet wird, müssen bewältigt werden.
Dies bedeutet „thermisch“, da die Steine einen Austausch von Wärme bzw. Temperaturunterschiede aushalten.
Die Luft vom Ofen heizt die Steine auf bis zu über 100 Grad Celsius auf, was ca. zwei Stunden (je nach Sauna- und dem entsprechenden Ofenmodell abhängig) dauert, bis die gewünschte Betriebstemperatur erreicht ist. Die Saunasteine geben dann die Hitze konstant an dem Raum ab.

Da Sie aber bestimmte auch einen Aufguss in Ihrer Sauna machen möchten, kann es nun zu Problematiken kommen. Denn Die Saunasteine bekommen durch den Aufguss einen regelrechten Temperaturschock. Bis zu 100 Grad Celsius können diese dabei abgekühlt werden, je nachdem sie Wasser, Eiswasser oder Eis verwenden.
Die Mineralien auf den Steinen ziehen sich zusammen. Die wärme im Inneren bleibt aber zunächst erhalten. Die Gefahr von Rissen oder sogar von Brüchen durch die erhöhte Spannung ist in diesem Moment sehr hoch.
Hier ist nun die Qualität der Saunasteine sehr entscheidend für die Stabilität, Bruchresistenz und Langlebigkeit.

Steine für die Sauna sollten zum einen eine geringe Ausdehnungseigenschaft, zum anderen eine gewisse Elastizität hinsichtlich der Mineralkomponenten besitzen. Da Mineralbestandteile oftmals ein unterschiedliches Ausdehnungsverhalten untereinander haben, ist die Bruchgefahr generell sehr hoch. Splitter oder scharfkantige Stücke können abspringen, was das Barfußlaufen in der Sauna gefährlich macht.
Ein weiteres wichtiges Kriterium ist die Verwitterungsbeständigkeit der Steine. Das heiße Wasser greift wegen des hohen Löslichkeitsvermögens für Salze das Gestein aggressiv an. Ebenso darf es keine hohe Porösität geben, da das Wasser nicht in die Saunasteine eindringen soll und es sie regelrecht zum Platzen bringen könnte.
Nicht zu vergessen, die Saunasteine dürfen keine gesundheitlichen Schäden hervorrufen. Bei den extremen Prozessen während eines Saunaganges ist es nicht gerade förderlich, wenn giftige Gase, Dämpfe oder Staubpartikel wie Asbest austreten und sich in den Atemwegen breit machen.

Es muss aber auch darf geachtet werden, inwieweit die Steine auch vorhanden bzw. bezahlbar sind. Was nützt es, wenn es die geeigneten Steine sehr selten gibt und diese dadurch viel zu teuer sind? Also ist ein gewisser Kostenfaktor mitentscheidend. Die Steine müssen kostengünstig zu erhalten  und auch stets verfügbar sein. Dabei müssen sie aber alle positiven Kriterien wie Wärmeleitfähigkeit, Stabilität und Gesundheit enthalten.
Nicht geeignete Steine zum Saunieren sind z.B. Quarze oder Sandsteine, da diese zur Brüchigkeit neigen oder zu porös sind.
Geeignet sind folgende Steine: Granit, Nephelinit, Diorit, Gabbro, Peridotot, Olivindiabas, Tiefengesteine und Plutonite. Auf die einzelnen mineralogischen Besonderheiten soll hier nicht weiter eingegangen werden, nur so viel: die meisten Gesteine, wen wundert es, stammen aus Finnland.

In letzter Zeit kommen auch immer mehr synthetische Saunasteine auf den Markt. Diese haben oft den Vorteil, dass sie zum einen unbegrenzt verfügbar sind, da sie immer wieder herzustellen sind. Zum anderen, dass sie teilweise eine noch längere Lebensdauer besitzen als „natürliche“ Steine. Entweder ist dieses Gestein z.B. aus technisch modifizierten Saunasteinen natürlichen Ursprungs oder aus Keramik gefertigt.
Dennoch sollte Sie die Steine für Ihre Sauna bei regelmäßigem Saunieren alle drei bis vier Monate austauschen. Standardgrößen gibt es nicht, generell werden aber handtellergroße Steine angeboten.
Bitte achten Sie darauf, dass Kinder nicht mit den Steinen beim Saunagang in Berührung kommen. Denn sie wissen ja, die Wärmeleitung ist enorm.

Viel Spaß beim Saunieren mit den richtigen Saunasteinen!
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