Dienstag, 10. Januar 2012

Parkett Grundformen

Nur nicht rot werden


Waren Sie auch schon mal verlegen bzw. haben Sie sich schon einmal geschämt?
Bestimmt.
Dann kennen Sie auch die entsprechenden Formen von Verlegenheit.
Man kratzt sich, macht sich körperlich „klein“, schlägt die Augenlider nieder bzw. senkt den Blick, Augenkontakt wird vermieden, schlägt die Hände vor das Gesicht. Man stottert, errötet, sagt oft „Ähm“ und lächelt „verlegen“.

Auch beim Verlegen von Parkett gibt es eine große Anzahl von Ausdrucksformen. Nur brauchen Sie sich nicht zu schämen, wenn Sie nicht alle Parkettarten mit den bestimmten Mustern oder Verbänden kennen. Erst recht nicht müssen Sie verlegen sein, wenn Sie der stolze Eigentümer eines der edlen Parkettarten sind!

Von Zeit zu Zeit soll Ihnen in diesem Blog verschiedene Verlegearten vorgestellt werden. Sie werden sehen und vielleicht auch überrascht sein, wie vielfältig das Sortiment ist; ebenso, welch unterschiedliche Wirkungen die jeweiligen Sorten auf den Raum haben.

Die genaue Anzahl der verschiedenen Verlegemuster lässt sich nicht genau beziffern, da es sehr viele Kombinationen z.B. innerhalb bestimmter Verbände, aber auch verschiedene zwischen den Mustergattungen gibt.

Generell kann gesagt werden, dass die Kombinationsmöglichkeiten bei Massivparkett sehr groß sind, da dies aus einzelnen Dielen oder Stäben besteht. Bei Mehrschichtparkett spricht man von Oberflächen- Optiken, da die Edelholzschicht schon werksfertig hergestellt wird. Beim Verlegen lassen sich so nur einige Muster wie Landhausdiele, 2-Stab, Fineline oder Schiffsboden übernehmen.
Dies bedeutet, dass gerade komplizierte Muster und Verbände sich nur per Hand einzeln verlegen lassen. Dies macht sich im höheren Preis, in einem hohen Zeitaufwand, aber auch daraus resultierend in der hohen Qualität bemerkbar. Je nach Verlegeart wird der Raum optisch enger, weiter, zentrierter oder bekommt einen nach außen hin fließenden Look.

Auch bei der Anzahl der „Grundparkettverlegearten“ bei Massivparkett sind sich viele Experten uneins.
So bleibt auch hier dien Frage offen, ob die Massivholzdiele als Parkett bezeichnet wird oder nicht, da sie aus einer langen, großflächigen Holzdiele besteht.
Natürlich hat dies auch manchmal etwas mit den Verkaufsinteressen einzelner Unternehmen zu tun. Da Massivparkett sehr individuell ausgelegt werden kann und auch der Herstellungs- und Zeitaufwand sehr hoch ist, bevorzugen einige Firmen die „Massenware“ Mehrschichtparkett.

Im Folgenden werden Ihnen ein paar Parkettarten (im Bereich Massivparkett) stichpunktartig näher gebracht:

Stabparkett, Nagelparkett:                                                        
Der Klassische. Parkettstäbe mit unterschiedlichen Längen (500, 420 oder 350 mm), Breiten (zwischen 60- 70 mm)  und Stärken (16 oder 22 mm).
Nuten sind ringsherum gefräst, in die eine Feder gesteckt wird.
In der ursprünglichen Technik auf schräg durch die Feder auf Holzunterboden genagelt. Nägel werden durch benachbarte Stäbe verdeckt.


Tafelparkett, auch Französisches Parkett oder die „Königin“ des Parketts:
Geometrische Muster aus Sternen und Rauten werden zu quadratförmigen Tafeln verleimt. Oft in verschiedenen Holzfarben


Mosaikparkett:
Eines der ersten Parkettarten. Kleinere und dünnere Lamellen (8- 10 mm Stärke) in der Regel auf Netz verklebt. Kantenlänge der quadratisch verlegten Lamellen 12- 16 cm.





Lamparkett, auch Dünnparkett oder Dünnstab:
Ähnlich der Länge und Breite des Stabparketts (120- 400 mm, 40- 65 mm), aber nur ca. 10 mm stark. Verlegung und Eigenschaften ähnlich wie Mosaikparkett.



Hochkantlamellenparkett:
Ähnlich wie  Mosaikparkett, bestehend aus Lamellen mit einer Stärke von 22 mm und einem Querschnitt ca. 8 mm × 22 mm. Einzelne Holzstäbe werden hochkant angeordnet und durch Papierstreifen, Kunststoffnetze oder Klebebänder zusammengehalten.



Holzpflaster:
Scharfkantige Holzklötze verlegt zu gepflasterten Flächen. Hirnholzfläche dient als Gehfläche.





Sie sehen, allein schon die Grundformen von Parkett sind vielfältig.
Seien Sie nicht verlegen, wenn Sie das nächste Mal wieder hier hereinschauen und sich über die einzelnen Exemplare erkundigen.
Vielleicht werden Sie erröten, weil Sie sich in ein bestimmtes Muster verliebt haben.
Aber dafür braucht man sich nicht zu schämen.
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