Dienstag, 24. Januar 2012

Parkett Verlegearten Teil 2

Parkett Verlegearten
Fischgrät-Muster

Petri Heil!

Aber was hat Fischen mit dem Thema Parkett zu tun?
Im heutigen Posting wird eine beliebte Verlegeart von Stabparkett vorgestellt: das Fischgrätmuster in verschiedenen Variationen.
Warum wird dieses Muster so bezeichnet?

Gräten werden die knöchernen Teile des Skeletts bei Fischen bezeichnet. Besonders die Verknöcherungen, die quer nach hinten geneigt zu den Rippen zwischen den Bereichen der Muskeln liegen, weisen die typische Musterung auf.

Nicht nur im Bereich Parkett wird der Begriff „Fischgrät“ adaptiert.
Es gibt z.B. Fischgrät-Melkstände (eine Vorrichtung zum Melken von Kühen), Fischgrät-Zöpfe (eine Haarflechtfrisur), ein Abbildungsmuster für Orientierungsfahrten und Fischgrät-Diagramme (graphische Darstellung von Ursache und Wirkung).
Charakteristisch ist die nach hinten geneigte Anordnung des jeweiligen  Systems, das sogenannte Fischgrätmuster.

Im Bereich Parkett ist das Fischgrätmuster eine klassische Verlegeart. Das Muster ist besonders für große Räume geeignet, da in diesen sein interessantes Lichtspiel gut zur Geltung kommt. Zudem bietet das Fischgrätmuster eine gute Spannungsverteilung des Parketts über den gesamten Raum.
Grob unterschieden wird in drei Formen:

•    Fischgrät: Ein geordneter Verband in einer winkligen, 90 Grad-Ausrichtung.
•    Doppelt Fischgrät: Ein geordneter Verband in einer winkligen, 90 Grad-Ausrichtung mit doppelter Stabanordnung.
•    Dreifach Fischgrät: Ein geordneter Verband in einer winkligen, 90 Grad-Ausrichtung mit dreifacher Stabanordnung.
•    Französisch Fischgrät: Ein geordneter Verband in einer winkligen, 90 Grad-Ausrichtung, wobei der Kopfschnitt (Zopfrichtung) der Stäbe in 45 Grad zueinander stehen.

Verlegen kann man Fischgrät-Parkett eigentlich in allen gängigen Arten. Ob genagelt (seitlich), vollflächig verklebt oder schwimmend verlegt und/ oder sogar mit Klicksystemen ausgestattet; für jeden individuellen Wunsch finden Sie den passenden Hersteller.

Der Untergrund sollte ausreichend fest und eben sein. Dann kann es mit dem Verlegen losgehen.
Allerdings ist das Fischgrätmuster von der Verlegeabfolge sehr unterschiedlich zu „gewöhnlichen“ Parkettformen. Normalerweise beginnt man an einer Wandseite und arbeitet sich dann von „links nach rechts bzw. von hinten nach vorne“ durch den Raum.

Bei Fischgrätparkett erfolgt die Verlegung in der Regel von der Raummitte aus. Mit Hilfe eines Schnurschlags bzw. einer Hilfsdiele beginnt das Verlegen anhand einer Bezugslinie.
Beim Fischgrätverlegen können Sie zwischen zwei Optionen auswählen:

•    0 Grad-Zopfrichtung: Die Fischgrät-Zöpfe verlaufen parallel zu den Wänden.
•    45 Grad-Zopfrichtung: Die Fischgrätzöpfe verlaufen in einem 45 Grad Winkel zu den Wänden.

Setzen Sie nicht direkt in der Mitte des Raumes die Stäbe an, sondern eine halbe Stablänge versetzt. Anhand einer Hilfsdiele, die Sie später wieder entfernen, fangen Sie an, Ihr Fischgrätparkett auszulegen. Je nach Hersteller sind die Fischgrätstäbe entweder in gleichen oder unterschiedlichen Längen angefertigt.
Am Ende werden die Zopfdreiecke aufgefüllt. Die kurzen Stäbe werden abgelängt. Ablängen bedeutet, dass die Bretter genau zugeschnitten werden. Mit einem Zollstock und einem Winkel können Sie so die Maße mit einem Bleistift auf die Parkettstäbe anzeichnen. Bei geradem Wandverlauf sind alle Reststücke dann schon fertig zugeschnitten, da diese immer das gleiche Maß besitzen.

Fischgrät-Muster sind schon etwas aufwendiger und komplizierter zu verlegen. Dies bedeutet auch dafür einen höheren Preis zu investieren, da die Herstellung und die Qualität anspruchsvoller als bei „normalen“ Parkett sind. Sie haben aber den großen Vorteil, neben dem optischen Plus, dass sie durch die gute Spannungsverteilung sehr gut u.a. für Fußbodenheizungen geeignet sind.

Im Zuge des Retro-Looks ist das Fischgrätparkett wieder sehr angesagt. Die winklige Form verleiht dem Boden ein außergewöhnliches Aussehen und macht ihn einzigartig.

Petri Dank!
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