Donnerstag, 26. Januar 2012

Parkettversiegelung Teil 4

Parkettversieglung Öle mit und ohne Kunstharz  Öle mit und ohne Kunstharz

Warum soll nicht auch Ihr wertvoller Fußboden so glänzend sein wie ein Meisterwerk von z.B. da Vincis’ Mona Lisa?
Öl gibt dem Holzfußboden das gewisse Etwas. Egal ob beim Erstauftrag oder bei regelmäßiger Pflege. Der große Vorteil von Öl gegenüber Lackversiegelungen besteht darin, dass bei mit Öl behandelten Parkett Schäden partiell ausgebessert werden können.

Der ganze Boden muss nicht neu geschliffen werden. Dagegen muss Parkett mit Ölveredelung regelmäßiger gepflegt werden. Mindestens einmal pro Jahr sollte dies geschehen.

Generell wird zwischen zwei verschiedenen Ölen bei der Oberflächenversiegelung unterschieden:

1.    aushärtende Öle und
2.    nichtaushärtende Öle

1.    Aushärtende Öle sind aus natürlichen Pflanzenölen wie Leinöl oder Holzöl und Kunstharzen bzw. Balsamharzen hergestellt. Diese Zusammensetzung bildet den Film auf dem Parkett. Pigmente intensivieren die Farbgestaltung. Durch die Kunstharze ist die Viskosität höher, d.h. das Öl ist zähflüssiger und trocknet schneller.
2.    Nichtaushärtende Öle sind genau so aufgebaut wie aushärtende Öle, nur dass diese keine Beimischung von Kunstharzen besitzen. Dieser Ölfilm ist anfälliger gegen Schmutz und sollte mit Wachs nachbereitet werden. (Genaueres dazu in einem weiteren Teil von „Parkettversiegelung“)

Beide Öl-Versiegelungsformen dringen in die Poren des Holzes ein und bilden keine geschlossene Schicht wie Lack. Durch das tiefe Eindringen in das offenporige Holz bekommt es eine seidenmatte, aber dennoch harte und gleichzeitig elastische Oberfläche.
Gerade wenn eine Dampfbremse zwischen Untergrund und Parkett gelegt werden sollte, ist diese Oberflächenveredelung sehr geeignet. Da geölte Böden diffusionsfähig sind, kann die Feuchtigkeit in den Raum weichen.

Weiter Vorteile von Öl auf Parkett sind die geruchsarmen, rutschhemmenden und vergilbungsbeständigen Eigenschaften. Auf geöltem Parkett stehen Ihnen nicht die Haare zu Berge, d.h. es ist frei von elektrostatischer Aufladung. Und wie oben schon beschrieben kann das Parkett bei Bedarf lokal ausgebessert werden.
Da macht der erhöhte Pflegeaufwand gleich doppelt Spaß!
Idealerweise sollte das Öl lösungsmittelfrei sein. Mit einer Streichbürste oder einem Lackroller streichen Sie das Öl dick auf das Parkett auf. Nach kurzer Einwirkphase ziehen Sie mit einem Gummiwischer das überschüssige Öl ab. Anschließend reiben Sie mit einem Tuch in kreisenden Bewegungen das in den Poren sitzende Öl noch tiefer ein. So können keine Flecken auf dem Parkett entstehen.
Nach ca. 24 Stunden polieren Sie, am besten mit einer Poliermaschine, die Sie sich beim Fachhändler oder in Baumärkten ausleihen können, das Parkett.

Bitte achten Sie darauf, dass der Raum beim Ölvorgang ständig gut gelüftet ist und dass das Raumklima gleichmäßig bleibt. Dies führt zu einer einheitlicheren Trocknung.
Ach ja, gerade Raucher sollten aufpassen. Ölgetränkte Lappen sind leicht entflammbar. Bitte draußen rauchen (oder am besten gar nicht).

Auf jeden Fall ist Öl eine der ersten Alternativen bei der Parkettversiegelung.
Legen Sie sich doch auch Ihre eigen „Mona Lisa“ zu Ihren Füßen.
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