Freitag, 16. März 2012

News 2012 - Strom und Wärme aus Holz

Engelsberg gehört zu den ersten Gemeinden Deutschlands, die sich „Bioenergiedorf“ nennen dürfen

30 Anwesen, die etwa 110 Einwohner beherbergen – auf den ersten Blick ist Engelsberg nur ein weiteres unscheinbares Dorf. Der Beitrag, den der kleine Ort in der Oberpfalz für Umwelt und Nachhaltigkeit leistet, ist hingegen riesig.

Engelsberg ist eine der deutschen Pioniergemeinden, die auf die vollständige Eigenversorgung aus regenerativen Brennstoffen setzen. Zur Erreichung dieses Ziels hat es sich vollständig dem Werkstoff Holz verschrieben. Aus Holz gewinnen die Engelsberger neuerdings auch Strom: Kürzlich wurde eine neue Holz-Kraft-Anlage eingeweiht. Darin arbeitet eine Technologie, die durch Erhitzung des Holzes Gas gewinnt. Dieses treibt wiederum einen Motor an, der Strom erzeugt.

Ihre Heizwärme bekommen die Einwohner übrigens schon seit über fünf Jahren aus Holz. In einer beispiellosen Gemeinschaftsaktion investierten die Bürger zwischen 2005 und 2006  rund 5.000 freiwillige Arbeitsstunden in den Bau eines entsprechenden Wärmesystems, das an das Feuerwehrhaus im Zentrum grenzt. Damit ist das Dorf nahezu zum Selbstversorger für Strom und Wärme geworden.

Mit Holz zu arbeiten, liegt im wahrsten Sinne des Wortes nah. Die Region um Engelsberg ist landwirtschaftlich geprägt und stark auf Holzwirtschaft gestützt. Die Engelsberger nutzen einen Stoff, dem sie praktisch von zu Hause aus beim Nachwachsen zuschauen können.

Da bleibt nur zu hoffen, dass dieses Beispiel bald Schule machen wird. Die Geschichte beweist einmal mehr, wie vielseitig und unverzichtbar Holz ist.
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