Montag, 4. Juni 2012

Das Trojanische Pferd

Holz, das einst einen Krieg gewann

In diesem Blog heben wir immer wieder die Vorzüge von Holz als Werkstoff hervor. Es hat eine angenehme Haptik, ist robust und vielfältig einsetzbar. Aber wussten Sie, dass Holz auch schon den Ausschlag für den Gewinn eines Krieges gegeben hat? Wenn man der griechischen Sage Glauben schenken mag, war es das berühmte Trojanische Pferd, eine trickreiche Konstruktion aus Holz, mit dem die Griechen die Trojaner bezwingen konnten. Nehmen Sie teil an einer kleinen Geschichtsstunde mit „Gut Holz!“.

Kriegsgrund: ein gebrochenes Herz

Wir wollen Sie gar nicht lange mit dem Wie und Warum des trojanischen Krieges quälen und lieber gleich zum Holz kommen. Merken Sie sich nur: Es ging (natürlich) um eine Frau. Ein Prinz aus Troja hatte vor etwas mehr als 3000 Jahren einem griechischen Fürsten die Frau ausgespannt. Der sann natürlich auf Rache und erklärte der Stadt Troja den Krieg. Doch richtig erfolgreich waren die Griechen zunächst nicht. Nach zehn Jahren erbitterten Kampfes vor den Mauern von Troja war der Feind noch immer nicht niedergerungen.

Ein hölzernes Pferd muss her
Erst mit Hilfe einer List und eines gigantischen Holzpferdes konnten die Griechen den Krieg entscheiden. Die Idee dazu soll Odysseus gehabt haben: Nach jahrelanger Anstrengung gaben sie vor, die Belagerung von Troja aufzugeben – und dem ehemaligen Gegner ein Versöhnungsgeschenk machen zu wollen. Dabei handelte es sich um ein überdimensionales hölzernes Abbild eines Pferdes. Gebaut hat es – so besagt der Mythos – der griechische Held Epeios innerhalb von nur drei Tagen. Bevor die Zimmerer unter unseren Lesern jetzt neidisch werden, sollten wir fairerweise anmerken, dass Epeios dabei von der Göttin Pallas Athene unterstützt wurde. Was die Trojaner nicht ahnten: Das Innere des Gauls war hohl und bot viel Raum, um sich zu verstecken.

Invasion aus dem Pferdebauch

An dieser Stelle beging Troja einen fatalen Fehler. Statt der plötzlichen Läuterung Griechenlands zu misstrauen, nahm es das Präsent freudig an und stellte es im Stadtinneren aus. Darauf folgte eine wilde Feier, um den vermeintlichen Sieg zu begießen. Während ganz Troja wenig später seinen kollektiven Rausch ausschlief, öffnete sich das Pferd und gab einen Trupp griechischer Soldaten frei, die sich mit eingeschlichen hatten. Die Sage liefert widersprüchliche Zahlen zur Anzahl der Griechen, die mit dem Pferd heimlich eingereist waren. Manche Quellen nennen 50, manche 30, einige gar nur 23. Der Stoßtrupp öffnete die Stadttore Trojas, woraufhin die lauernden Griechen den Feind im Schlaf einfach überrennen konnten.

Epeios baute mit Ahorn

Das war sie, die berühmte Sage vom Trojanischen Pferd. Wenn uns diese Geschichte eines lehrt, dann die Tatsache, dass schon Epeios um die sehr gute Verarbeitbarkeit von Ahornholz wusste. Denn aus dieser Holzart soll das Trojanische Pferd angeblich bestanden haben. Heutzutage ist es ein beliebtes Holz für Möbel und den Innenausbau.

Auch das Trojanische Pferd hat den Sprung in unser Informationszeitalter geschafft. Im Computerbereich bezeichnet man mit diesem Begriff schädliche Programme, die sich in einer scheinbar harmlosen Datei verstecken.
Reaktionen:

0 Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

 
Design by Free Parkettboden WordPress Themes | Bloggerized by Lasantha - Premium Blogger Themes | Links