Montag, 8. Oktober 2012

Holzwurm

Der Holzwurm ist die Larve des Nagekäfers. Die Larve wird als Holzwurm bezeichnet, da diese wurmähnlich aussieht. Allgemein ist zu sagen, dass der Holzwurm eine Länge von ca. 5 mm erreicht. Der Holzwurm ist sehr aktiv und zerstört das befallene Holz ziemlich schnell.

Das Abfallprodukt, das der Holzwurm hinterlässt, ist Holzmehl das er durch die gefressenen Löcher hinaus befördert. Die Gänge die der Holzwurm bohrt sind etwa 1-2 mm groß. Wenn eine Kolonie Holzwürmer erst mal ein Holzobjekt befallen hat, muss man schnell handeln.

Ein großer Vorteil ist dass der Holzwurm gerne kühlere Orte bevorzugt. Daher findet man den Holzwurm auch in Dachböden, Brennholz und alten Schränken, die nicht im beheizten Wohnraum stehen. Das ist die Schwachstelle des Holzwurms: Er mag es nicht warm, weil ihm das dort vorhandene Holz zu trocken ist.

Der Holzwurm gibt sich in der Regel erst dann zufrieden, wenn das befallene Objekt vollkommen zerstört ist. Ein Holzwurm braucht in der Entwicklungsphase maximal 8 Jahre, bis er zum Käfer wird. Der Nagekäfer neigt dazu, seine Larven dort abzulegen wo er selbst geschlüpft ist.

Um den Holzwurm also gut bekämpfen zu können, könnte man nun den z.B. befallen Holzschrank in ein warmes Zimmer verfrachten und hoffen das der Holzwurm von alleine eingeht. Das funktioniert aber nicht immer. Der nächste Schritt, sich zu helfen, wäre der Einsatz eines Holzwurm Vernichtungsmittels aus dem heimischen Baumarkt. Schafft auch das keine Abhilfe, bleibt nur die Möglichkeit, das befallene Objekt dermaßen aufzuheizen, dass der Holzwurm den Hitzetod stirbt. Je nach Größe kann dies durchaus in Backofen oder Sauna versucht werden. Bleiben Sie aber auf jeden Fall dabei und beobachten Sie den Vorgang genau, damit keine Unfälle passieren.

Vom Ausräuchern der Holzwürmer wird eher abgeraten. Die Löcher des lebendigen Holzwurmes einfach zu verschließen, ist auch eher wenig erfolgversprechend. Um zu verhindern, dass der Holzwurm irgendwann zurück kehrt, sollte das ehemals befallene Stück in einem anderen Raum gelagert werden, in dem es nicht feucht ist und eventuell geheizt ist.

Gerade Liebhaber von Antiquitäten schlagen sich oft mit den kleinen Biestern herum. Wenn Ihnen ein bestimmter Gegenstand besonders lieb ist, achten Sie deshalb genau auf kleine Löcher, die von Holzmehl umgeben sind. Sie sehen aus, wie mit einem Bohrer gemacht – und haben leider auch den gleichen Effekt.
Reaktionen:

2 Kommentare:

R.Schmidler hat gesagt…

So ein Holzwurm, vorallem in Gebälk, ist nichts schönes .... :(

Unknown hat gesagt…

Im alten Esszimmer (Stil der 50er und 60er Jahre) hat sich der Holzwurm nieder gelassen. Dort wird nämlich nicht geheizt und die Möbel verfallen allmählich. Ich habe mir sagen lassen, dass man die Stube austäuchern sollte. Oder ist das nun zu spät und die Möbel sind Sprrmüllreif? Der Besitzer kann sich ganz schwer davon trennen, weil er an den alten Möbel hängt.

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