Donnerstag, 1. November 2012

K-Wert von Holz

Der Wärmedurchgangskoeffizient anhand des Beispiels Holz erklärt

Auf Holz kann man laufen. Holz taugt als Element für Sichtschutz und zum Einzäunen. Und in Holz kann man schwitzen. Wer unseren Blog mehr oder regelmäßig verfolgt, hat zumindest das über den Werkstoff Holz gelernt. Heute wollen wir einen Schritt weiter gehen und die wärmedämmenden Eigenschaften von Holz unter die Lupe nehmen.

K-Wert, auch U-Wert genannt

K-Wert ist ein noch weit verbreiteter Begriff für den Wärmekoeffizienzwert, der aber eigentlich veraltet ist. Neuerdings setzt sich im Bauwesen mehr und mehr die Bezeichnung U-Wert durch. Aber egal wie man das Kind auch nennen mag – gemeint ist in jedem Fall die Maßeinheit für den Energieverlust durch ein Bauteil oder einen Baustoff. Sie definiert eine Energiemenge, die unter genau festgelegten Bedingungen abgeleitet wird, also verloren geht. So wird der Vergleich verschiedener Stoffe im Hinblick auf ihre Eignung als Wärmedämmer möglich.

Je kleiner, desto besser
Die Bedingungen, unter denen gemessen wird, sind folgende: Der K-Wert gilt immer als die Wärmemenge, die innerhalb einer Stunde durch 1m² eines 1m dicken Materials entweicht. Das Material muss dabei 1°C wärmer sein als seine Umgebung. In Frage kommen nur fertige, marktreife Produkte. Je niedriger der K-Wert also ist, desto besser dämmt das Material die Wärme.

Holz vs. Metall
Holz gilt als einer der besten Dämmstoffe, weil es die Wärme schlecht leitet und in der Regel einen niedrigen K-Wert hat. Das ist einer der Gründe, warum Saunen aus Holz gebaut sind. Es hält die Hitze lange in der Kabine und man kann sich guten Gewissens nackt auf die Bänke legen, ohne sich zu verbrennen. Wer schon einmal einen heißen Grillrost angefasst hat, weiß, warum sich daran normalerweise auch Griffe aus Holz befinden. So wird Holz auch an Wänden und Decke als Dämmmaterial verwendet. Interessant ist, dass Holz Wärme in Faserrichtung besser leitet als quer dazu.

Holz im Hausbau
In den kalten skandinavischen Ländern setzen viele Bauherren im Hausbau auf Holz. Wie hervorragend es die Raumwärme hält, zeigt folgendes Beispiel: Eine 36,5 cm dicke Außenwand aus Mauerziegeln hat einen K-Wert von 0,8. Eine Betonwand mit einer Stärke von 25 cm kommt auf einen K-Wert von 3,3, eine 20,5 cm Massivholzwand hingegen nur auf 0,5. Das bedeutet: Holz benötigt eine weitaus geringere Stärke als andere Materialien, um die gleiche Dämmung zu erzielen. Je trockener das Holz, desto besser fällt die Dämmung aus.

Man sieht: Holz ist anderen Baustoffen in Sachen Wärmedämmung klar überlegen. Dies ist nur ein weiteres Beispiel für die vielen Talente des Werkstoffs. Wir vom Holzstich finden: Holz ist einfach stark!
Reaktionen:

1 Kommentare:

Peter hat gesagt…

Vielen Dank für die tollen und brauchbaren Informationen

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