Montag, 10. Dezember 2012

Douglasie – die bessere Fichte

Viele positive Eigenschaften machen den Nadelbaum zum beliebten Nutzholz

Als David Douglas im Jahre 1827 von einer USA Reise zurück nach Schottland kehrte, hatte er einen wahren Schatz im Gepäck, der die Holzverarbeitung in Europa für immer verändern sollte. Während seines Aufenthalts im Westen Amerikas war Douglas ein besonderer Baum aufgefallen, der den Europäern bis dato unbekannt war. Das Produkt der Samen, die er mit nach Hause brachte, trug seither seinen Namen: die Douglasie.

Douglasie – der ideale Nutzbaum!

Heute gehört die Douglasie auch auf unserem Kontinent zu den beliebtesten Nutzhölzern überhaupt. Der Grund sind seine positiven Eigenschaften, die so vielfältig sind, dass man bei der Douglasie geradezu vom perfekten Nutzbaum sprechen könnte. Das fängt mit seiner ausgesprochenen Bescheidenheit an: Douglasien benötigen keine besonders nährstoffreichen Böden, um zu wachsen und gedeihen. Auch auf einem Grund, der alles andere als ideal ist, wachsen sie vergleichsweise schnell. In Europa wird die Douglasie bis zu 60 Meter hoch; in ihrem Ursprungsgebiet kann sie fast die doppelte Höhe erreichen.

Hart, robust und doch flexibel

Douglasie Holz hat einen leicht rötlichen Farbton, der Lärchenholz ähnelt. Es verfügt über eine bemerkenswerte Härte, die ihm Dauerhaftigkeit verleiht, arbeitet kaum und ist gleichzeitig trotzdem elastisch. Entsprechend universell kann es verwendet werden: Ob als Furnier, Möbel, Parkett, Fenster, Tür oder gar als Eisenbahnschwelle oder im Schiffbau – Douglasie wird vielerorts bevorzugt verarbeitet, weil es verlässlich ist und toll aussieht. Da es sich besser imprägnieren lässt als zum Beispiel Fichte, gilt es zudem als Referenzholz für die Konstruktion von Dachstühlen.

Ein Holz heilt sich selbst

Als wären das nicht genug Gründe, die für die Douglasie sprechen, möchten wir an dieser Stelle ein weiteres Talent beleuchten: das Immunsystem des Baums. Weil sie viel Harz produziert, ist Douglasie von Natur aus hartnäckig gegenüber Käferfraß und Schädlingen. Nach von Wild verursachten Verbiss und Fegeschäden ist die Douglasie in der Lage, sich schnell zu regenerieren.

Kein Wunder also, dass auch in Deutschland mittlerweile fleißig Douglasien gepflanzt werden. Diese „Einbürgerung“ wird nicht vielen Baumarten zuteil. Nur wenige Bäume ausländischer Herkunft werden in nennenswertem Umfang auch bei uns angebaut.

Wir sagen: Danke, David Douglas!
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