Montag, 17. Dezember 2012

Geölter oder versiegelter Parkettboden?

Parkett geöltTja, vielleicht denken Sie jetzt: Bestimmt wird der Schreiberling wieder sagen, dass der persönliche Geschmack entscheidet. HALT!
versiegelter Parkettboden
So einfach machen wir es uns nicht. Wir von Holzstich bevorzugen geöltes Parkett!

Vorteile und Nachteile von versiegeltem Parkett
Natürlich hat auch versiegelter Parkettboden seine Vorteile. Lackiertes Parkett besitzt eine geschlossene Filmschicht, die auf dem Holz „liegt“. So ist der Boden sehr widerstandsfähig und sehr resistent gegen Verschleiß. Dies hat zur Folge, dass versiegeltes Parkett sehr pflegeleicht ist und es meist ausreicht, mit einem nebelfeuchten Tuch Schmutzflecken zu entfernen.

Wer auf glänzende oder seidenmatte Optiken steht, sollte auf jeden Fall auf die Versiegelung mit Lacken zurückgreifen. Generell liegt der Vorteil von versiegeltem gegenüber geöltem Parkett darin, dass viel weniger Arbeitsaufwand entsteht. Gerade im Bereich Fertigparkett ist der Boden mit einer Lackschicht schon vorbehandelt, so dass dieser schnell bezugsfertig ist. Massivparkett sollte allerdings erst nach der Trocknung von mindestens 24 Stunden mit Lack überzogen werden.

Aber auch die filmbildende Versiegelung erzeugt nicht nur Vor-, sondern auch Nachteile. Der Boden kann nicht diffundieren. Das heißt, es kann keine Feuchtigkeit in den Raum entweichen. Wenn keine Dampfbremse unter das Parkett verlegt wurde, besteht dann die Gefahr der Moderung. Ebenso können bei lackierten Parkettböden keine einzelnen Schadstellen ausgebessert werden, da die Schicht ganzheitlich den Boden überzieht. Das bedeutet bei Renovierungsarbeiten für das Abschleifen: Der komplette Boden muss abgeschliffen und neu lackiert werden.

Vorteile und Nachteile von geöltem Parkett
Geöltes Parkett ist die ursprüngliche, die urige Form der Oberflächenbehandlung. Das Öl dringt in die Poren des Parketts ein. Das Öl füllt die Zellen des Holzes, so dass Feuchtigkeit nicht mehr eindringen kann. Gleichzeitig wird dadurch die Oberfläche weniger anfällig gegenüber Kratzern und ist fast so verschleißfest wie lackiertes Parkett. Dennoch bleibt die Diffusion, ein Austausch der Luftfeuchtigkeit bestehen, so dass die Moder- oder Schimmelgefahr deutlich gegenüber versiegeltem Parkett verringert wird.


Nachteilig ist der größere Pflegeaufwand. Der geölte Parkettboden sollte zwei bis drei Mal im Jahr mit einem Spezialöl poliert werden. Manchmal muss man den Boden auch bei der Anlieferung erst noch Einölen. Dies bedeutet auf den ersten Blick einen höheren Arbeitsaufwand und zusätzliche Kosten.
Langfristig gesehen ist dies aber marginal, da zum einen die Langlebigkeit des Bodens erhöht wird, zum anderen geöltes Parkett einen weiteren großen Vorteil besitzt: Einzelne, beschädigte Stellen lassen sich ausbessern! Renovierungsanfällige Stellen in der Nähe von Türen oder Abdrücke von schweren Möbelstücken können separat angeschliffen und mit Öl nachbehandelt werden. So lassen sich komplette Schleifgänge hinauszögern, ohne dass die Qualität des Parketts darunter leidet. Und wer auf einen matten Holzton nicht verzichten möchte, der die Struktur noch unterstützt und hervorhebt, sollte unbedingt das Augenmerk auf geöltes Parkett richten.

Fazit
Sie sehen, geöltes Parkett besitzt trotz höherem Arbeitsaufwand mehr Vorteile. Natürlich ist es oftmals auch eine Frage des nötigen Kleingeldes, ob man sich hochwertiges Parkett leisten möchte. Wer nur für eine gewisse Zeit den Parkettboden haben möchte, zum Beispiel in Mietwohnungen, kann mit versiegeltem Parkett 10 bis 15 Jahre große Freude haben beziehungsweise Ihre Mieter werden begeistert sein. Falls es eher Richtung Eigenbedarf geht, empfehlen wir von Holzstich doch eher geöltes Parkett.



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