Dienstag, 7. Mai 2013

Terrassendielen

Warum sich ein Terrassenbelag aus Thermoholz lohnt

In einer Sache sind sich Holzliebhaber auf der ganzen Welt einig: Bei der Wahl des Terrassenbelags ist Holz auf jeden Fall die richtige Entscheidung. Es versprüht Natürlichkeit und Eleganz und im direkten Vergleich mit Stein hat es einfach viele Vorteile auf seiner Seite.  Holz wirkt natürlich, zaubert ein gewisses mediterranes Flair in den Garten und fühlt sich angenehm an, wenn man ohne Schuhe darüber läuft. Der einzige Nachteil: Holz erreicht selbstverständlich zu keinem Zeitpunkt die Robustheit einer Terrasse aus Stein.

Oft fader Beigeschmack bei Tropenholz

Das heißt aber nicht, dass es keine widerstandsfähigen Holz Terrassendielen gibt. Mit einer Kesseldruckimprägnierung können schon europäische Nadelhölzer wie Kiefer und Fichte gut haltbar gemacht werden. Diese preiswerten Holzarten kann man schon für knapp 15 Euro pro Laufmeter bekommen. Eine teurere, aber ausgesprochen langlebige Lösung sind Harthölzer aus den Tropen. Sie tragen exotische Namen wie Bangkirai, Massaranduba oder Garapa und sind so gewachsen, dass Ihnen Wetter, Schädlinge und Pilze nichts anhaben können. Das hat seinen Preis. Ein Laufmeter Bangkirai beginnt im Handel normalerweise bei 49 Euro. Hinzu kommen ökologische Bedenken. Nicht alle Exoten stammen aus kontrolliert beforsteten Wäldern. Vielerorts wird illegal abgeholzt und Raubbau am Regenwald betrieben. Vielen Kunden, die solches Holz kaufen, ist diese Problematik nicht bewusst.

Heißer Wasserdampf für starkes Holz
An dieser Stelle kommt mit Thermoholz eine echte Alternative ins Spiel. Thermoholz ist das Ergebnis eines speziellen Verfahrens, dem einheimische Holzarten unterzogen werden. Es maximiert die positiven Eigenschaften des Holzes und macht es in vielen Belangen ebenbürtig mit Tropenhölzern. Das Geheimnis der wundersamen Wandlung: Hitze. Am Ende des thermischen Verfahrens hat sich die innere Struktur des Holzes stark verändert. Kein Wunder, ist es über einen längeren Zeitraum doch Temperaturen zwischen 190 und 240° C unter dem Ausschluss von Sauerstoff ausgesetzt. Je heißer der Wasserdampf während der Anwendung, desto stärker der Effekt im Holz.

Thermoesche, Thermokiefer und Co.: hart im Nehmen
Das fertige Thermoholz hat mit seinem Ausgangszustand nicht mehr viel gemeinsam. Es ist dunkler geworden und riecht rauchig, was mit der Zeit aber verfliegt. Die wesentlichen Verbesserungen bleiben für das Auge aber unsichtbar: Quellen und Schwinden wurden erheblich reduziert; das Holz arbeitet nicht mehr so leicht. Es kann nun außerdem viel mehr aushalten und ist nahezu so robust wie Massaranduba und andere Tropenhölzer. Nach erfolgter Thermobehandlung schafft ein einheimisches Buchenholz mühelos den Sprung zu den Hölzern der Dauerhaftigkeitsklasse 5 – und hat trotzdem seine Natürlichkeit beibehalten.

Thermoholz, eine Idee aus der Steinzeit

Die Idee, die Eigenschaften von Holz anhand einer Hitzebehandlung zu verbessern, geht zurück bis in die Steinzeit. Schon damals sengte man Pfähle stellen weise an, bevor man sie in die Erde steckte. So waren sie geschützt vor der Fäule. Perfektioniert wurde die Technik aber erst gegen Ende der 90er Jahre. Von nun an war Thermoholz massenmarkttauglich.

In Sachen Preis-Leistung schlägt sich Thermoholz fantastisch. Es leistet einen Beitrag zur Nachhaltigkeit, da die verwendeten Holzarten in heimischen Wäldern wachsen und in ausreichenden Beständen vorhanden sind. Da kann man mit gutem Gewissen kaufen!
Reaktionen:

1 Kommentare:

Jan-Peter Müller hat gesagt…

Hallo und erstmal danke für die tollen Infos!
Um ehrlich zu sein, wahr es mir nie ganz bewusst, dass es auch Alternativen zu den Tropenhölzern gibt. Auch mir hat der GaLaBau, die bei mir die Terasse machten empfohlen, nur auf Tropenhölzer zu setzten.
Aber wenn das Thermoholz einen gleichen Effekt hat, man Geld spart UND der Umwelt noch was gutes tut, dann spricht ja eigentlich alles dafür, das Tropenholz in den Tropen zu lassen.
Dann nochmals Danke für die Informationen und viele Grüße,
JP Müller

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