Mittwoch, 24. Juli 2013

Risse und Fugen im Parkett

Soll ein neuer Boden verlegt werden, steht man oft vor der Wahl: Parkett oder  Laminat? Fällt die Entscheidung auf das Parkett, erfreut sich der glückliche Besitzer über einen tollen Boden aus edlem Echtholz. Doch in vielen Fällen wird diese tolle Optik, meist wenn die kalte Jahreszeit ausbricht, getrübt. Kunden beklagen sich über breite Fugen zwischen den Dielen sowie über Risse und Spalten. Woran liegt das? Und wie kann man seinen hochwertigen Boden davor schützen?

Wieso bekommt das Parkett Risse?


Wie oben schon erwähnt geschieht dies meist in der kalten Jahreszeit, im Winter. Das hängt mit der Temperatur und der Luftfeuchtigkeit zusammen. Ein Parkett verfügt über eine gewisse Holzfeuchte, die bei 9 plus-minus 2 Prozent liegen sollte. Sie ist eine ausschlaggebende Kenngröße für die Holzverarbeitung und gibt Angaben über das enthaltende Wasser in den Holzzellen und Zellzwischenräumen. Da Holz ein natürlicher Werkstoff ist und auch im verarbeiteten Zustand wie bei Parkett „lebt“, reagiert es auf Veränderungen der Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Parkett Hersteller gehen von einem normalen Raumklima von 20 bis 22 Grad Celsius bei einer Luftfeuchte von ca. 50 bis 60 Prozent aus. Wird jedoch bei kalten Außentemperaturen die Heizung angeschaltet, fällt die Luftfeuchtigkeit in Räumen schnell auf unter 45 Prozent. Bei dieser zu trockenen Luft wird dem Holz die Feuchtigkeit aus den Zellen entzogen und es zieht sich zusammen. So entstehen Risse oder Fugen zwischen den Dielen.

Auch eine Versieglungsschicht schützt in diesem Falle nicht. Dies ist allerdings kein Dauerzustand, da im Sommer die Luftfeuchtigkeit steigt, entzieht das Holz der Umgebung die Feuchtigkeit und es dehnt sich wieder aus. So können sich die Fugen oder auch Risse wieder schließen.

Was kann ich dagegen unternehmen oder wie kann ich es vorbeugen?

Die Fugen- und Rissbildung hängt hauptsächlich mit der Luftfeuchtigkeit des Raumes zusammen. Sollten sich im Winter durch die Heizungsluft starke Fugen gebildet haben, kann man diese leicht beheben und auch vorbeugen. Beispielsweise mit einem Luftbefeuchter. Hier  kann man die exakt gewollte Luftfeuchtigkeit einstellen, sodass sich das Holz nicht mehr zusammenzieht. Wer dafür jedoch kein Geld ausgeben möchte, füllt Schüsseln oder kleine Töpfe mit Wasser und stellt diese auf die Heizung. Durch die warme Luft der Heizung verdunstet das Wasser und gibt Feuchtigkeit an die Umgebung ab. Jedoch sollte es ein möglichst breites Gefäß sein, damit das Wasser eine große Oberfläche zum Verdunsten zur Verfügung hat. Auch häufiges Lüften wirkt dem Vorgang der Fugenbildung entgegen. Zudem ist anzumerken, dass in vielen Wohnungen beziehungsweise Häusern oft zu stark geheizt wird, weswegen die Riss- und Fugenbildung besonders auffällt. Und nicht nur für das Parkett ist zu trockene Luft schädlich, sondern auch für andere Holzmöbel, Tapeten und Teppiche sowie auch für uns Menschen. Also lieber einen Pulli überziehen, die Heizung ein bisschen runterdrehen und ein Gefäß mit Wasser darauf stellen.

Auch schon vor dem Verlegen ist einiges zu beachten, um Risse vorzubeugen. Es ist sehr wichtig, dass das Parkett während dem Transport und der Lagerung keine Luftfeuchtigkeit aufnimmt. Also wird die Lagerung des Parketts draußen vermieden. Bestmöglich holt man die Dielen aus der Verpackung und lagert sie, je nach Herstellerangaben eine gewisse Zeit im Raum, in welchem sie verlegt werden sollen, damit sie sich an das Raumklima gewöhnen. So entgeht man einem starkem Ausdehnen oder Zusammenziehen des Parketts nach dem Verlegen. Doch muss man bedenken das Holz ein „lebendiger“ Werkstoff ist und es ganz natürlich ist, wenn es ein wenig „arbeitet“ und sich Zeitweise ausdehnt und wieder zusammenzieht. So ist eine Fugenbreite von 0,1 bis 0,5 Millimeter vollkommen normal.
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